Der ReintalerhofAbschnitt 21911 bis 1933Letzte Aktualisierung: 02. 11. 2025 |
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1911 erscheint auch das Buch Die Zugspitze - Ihre Anstiege und Hütte Ein kleines Büchlein, das mit Fotos und Beschreibungen einen schönen Einblick in den Tourismus rund um Zugspitze in dieser Zeit gibt. Das ganze Buch kann hier geladen werden.
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1913 erscheint in der Westdeutschen Verlagsanstalt G.m.b.H in Siegen die zweite Auflage des Büchleins Dieser Wegweiser ist in erster Auflage 1902 von einem General, Herrn Tezlaff geschrieben worden. Wir finden in diesem Büchlein eine interessante Beschreibung des Hofs um 1902, bzw. 1913: "Der Reintaler Hof und das Hospiz Der Reintaler Hof ist ein 36 ha (141 Morgen) umfassendes Wiesen- und Waldgut im linken Talgehänge des Reintals (mittleren Partnachtales) zwischen den unteren Läufen des Wiesele- und des Pölsterergrabens, in gerader Linie gemessen 5,5 km südlich von Partenkirchen (Fußwanderung 2 St. vom Bahnhof Garmisch-Partenkirchen, 1 1/2 St. von Haltestelle Kainzenbad der Bahn Garmisch-Mittenwald. Sein Gehöft liegt inmitten eines hervorragend schönen Gebirgs- und Waldkranzes auf einer Bergwiese unter dem Antoniwald, rund 60 m über dem scharf eingeschnittenen Tal, als höchste, dauernd bewohnte Ansiedlung im östlichen Zugspitzgebiet. Es besteht aus dem eigentlichen Bauernhaus (951 m) mit seiner kleinen Kapelle und dem etwa 15 m höher gelegenen Hospiz nebst Wirtschaftsgebäuden; zwischen beiden liegt ein offener Pavillon, und hinter dem Hospiz liegen noch zwei zum vorübergehenden Aufenthalt für Tageswanderer bestimmte Blockhütten mit geschlossenem Innen- und offenem Vorraum. Hofprediger Adolf Stoecker erwarb den Hof 1880 und brachte seitdem alljährlich einige Sommer- und Herbstmonate auf ihm zu. Der Wunsch, seinen Freunden eine gastliche Stätte an diesem seiner Gattin und ihm ans Herz gewachsenen köstlichen Fleck zu bereiten, führte ihn zum Bau des Von der persönlichen Anteilnahme des Erbauers und seiner Gattin zeugt die eigenartige Ausstattung des Zimmer namentlich im alten Hospizgebäude und besonders des großen Wohnzimmers, dessen umfangreiche, den verschiedenen Bedürfnissen genügende Bibliothek ihnen selbst ihre Zusammensetzung verdankt." |
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In diesem Wegweiser findet sich eine Übersichtskarte Wege-Netz für die Umgebung des Reintaler HofesIn dieser Karte, im Link groß dargestellt, finden sich frühere, heute längst aufgelassene Wege samt den damaligen, wohl von Stoecker "entwickelten" Namen wie Feenweg, Ewigkeit und Elüsium. |
Eine Karte vom Rainthal-Hospiz von 1907, "mit Inge" ... beschriftet. |
Die gleiche Karte, nur ein paar Tage später, am 02. 08. 1913 nach Garmisch in die Burgstraße verschickt. |
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Diese Karte wurde offenbar häufig verschickt! 11. 07. 1913 |
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Und Skigefahren ist man in dieser Zeit, während des ersten Weltkriegs - Unglaubliche Touren. Frau von Weeck schreibt: Die sonnseitigen Hänge ließen also unser Tempo vorsichtshalber mäßigen, bis das Schwelgen im Pulver wieder beginnen konnte. Am Bernadeinweg angelangt, wurde es uns bewußt, daß eigentlich. die Tage um Neujahr doch recht kurz geraten sind! Der damals noch nicht verbreiterte Steig zum Hochalmweg hin wurde selten befahren, und übertrieben skimäßig ist er heute noch nicht mit seinen steilen Flanken und Ecken. Da uns andererseits die 300 Meter Gegensteigung zum Hochalmsattel bei der vorgerückten Zeit sehr aufhalten würden, beschlossen wir, unbekümmert, wie wir seinerzeit waren, nach Beendigung der normalen flüssigen Alpspitzstrecke einfach weiter talabwärts zu fahren und im Reintalerhof zu übernachten. Wozu gab es dort Telephon? |
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Noch ganz klein und unscheinbar am unteren Bildrand: Das Hospiz-Reintal mit dem Blick auf die Dreitorspitze, Schachen, etc. |
Wieder das Rainthal-Hospiz. |
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Das Hospiz Rheintal um 1916. Jetzt mit dem zweiten Gebäude mit dem großen Speisesaal. |
Diese Karte ist mit 29. Juni 1918, einige Monate vor Kriegsende, datiert und dem Absender Feldwebel Seyfertz, z. Zt. Hospiz Reintal versehen. |
Ein Ausflugsziel um diese Zeit ist der Bergasthof Eckbauer. |
Gasthaus und Pension zum Reintalerhof und Hospiz Reintal b. Partenkirchen auf einer Postkarte, die 1922 an die "Frau Bürgermeister Dora Seeliger" nach Sorau in der Lausitz geschickt werden sollte. Aber offenbar nicht über den Postweg. |
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Das Reintal Hospiz als Gemälde auf einer Ansichtskarte. Nicht gelaufen und auch sonst kein Anhaltspunkt, denn die Signatur des Malers (S v elitz?) links unten ist wohl nicht vollständig. |
Ein fast identische Karte zu der oben abgebildeten. Allerdings wird nun als "Gaststätte und Pension Reintal b. Garmisch-Partenkirchen (vorm. Reintalhospiz) 1000 m" firmiert. |
Um 1922 wird das Reintal Hospiz, lt Auskunft von Edith von Bülow, der Witwe von Hans-Werner von Bülow, von den Eltern Hans-Werner von Bülows erworben. Bis 1923 bleibt es im Besitz der Familie von Bülow, die dann nach Mittenwald umzieht und dort das Hotel Karwendel aufbaut.
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Am 1. August 1921 schreibt Reinhard Mumm wegen der Ausbesserung des Hochweges. Er benennt dort einen Pächter des Hospitzes, einen Herrn Schilde. Und es geht in diesem Schreiben, wie noch Jahrzehnte später, bis zur endgültigen Schließung des Reintalerhofs um die Instandhaltung der Zufahrtswege und deren Kosten. (Quelle: Marktarchiv Garmisch-Partenkirchen) |
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In diesem Schreiben vom 8. September 1921 geht es um die Instandsetzung der Sulzgrabenbrücke und um die Kostenübernahme. (Quelle: Marktarchiv Garmisch-Partenkirchen) |
Ebenfalls am 8. September 1921 schreibt D. Mumm an den Gemeinderat Partenkirchen und erklärt, dass in der letzten Zeit Ausbesserungen u. a. an der großen Wiese auf der Dauber-Martl-Wiese vorgenommen wurden. 98 Prügel seien neu gemacht worden.
Man antwortet ihm dann im Oktober 1921 s. u (Quelle: Marktarchiv Garmisch-Partenkirchen). |
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(Quelle: Marktarchiv Garmisch-Partenkirchen) |
An Herrn Dr. Mumm Betreff: Die Durchsetzung Ihres Ansuchens scheitert daran, daß die beteiligten Grundbesitzer erklären, Sie benutzen im Sommer den Reintalerweg nicht, sondern nur zur Winterzeit. Weshalb sie sich zu Reparaturarbeiten im gegenwärtigen Zeitpunkt absolut nicht verstehen wollen. 1. Zahlungsanweisung für 200 M fertigen 4. 8. 21 Krätz |
Ab dem Jahr 1922 wird der Reintalerhof durch eine erste Anlage mit Licht- und Kraftstrom versorgt. Diese Anlage wird dann 1924 ausgebaut und 1954 nochmals erneuert. Die Energie- und Wasserversorgung des Reintalerhofs finden Sie in einem extra Kapitel hier. |
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Mitten in der Inflationszeit, am 03. 08. 1923, wird diese Karte verschickt. Das Porto für die Postkarte kostet 400 Mark. Die Ansicht ist wie bei der Karte rechts, die Beschreibung allerdings eine andere: Die Karte geht an: Herrn
Oberlehrer Grohser,
Grohsölsa,
Bez.Dresden
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Nochmals diese Karte wohl sehr verbreitete Postkarte. Nun schreibt man an: (Objektnummer 2216 - Marktarchiv Garmisch-Partenkirchen) |
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Eine Doppelkarte mit dem Motiv der Karten oben und einer Ansicht des Reintalbauern um ca. 1920 - aufgeteilt auf zwei Fotographien. |
Ein dramatisch erscheinendes Photo von Franz Hartl aus München: Auf dem Weg zum Raintalerhof. |
1923 kam es zur Teilung. Der alte (Bauern-)Hof blieb weiter im Besitz der Familie Mumm und wurde 1933 an die bayerische Staatsforstverwaltung verkauft. Das Hospiz erwarb der Unternehmer und Bildhauer Georg Frey aus Dillingen, der dann 1925 als "Hotel AG" firmiert. Nach einem Umbau wurde das die "Gaststätte und Pension Reintaler Hof". |
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Eine Karte vom 7. August 1923
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Die Else schreibt an Eugen in Berlin: |
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Blick von der Terrasse der "Gaststätte und Pension Raintal mit Alpspitze". Diese Karte wird vermutlich aus der Zeit nach dem Verkauf des Hospiz an Georg Frey stammen. Hier taucht nun auch erstmalig eine Telefonnummer auf: Fernruf 58 (Objektnummer 2216 - Marktarchiv Garmisch-Partenkirchen) |
Der Betrieb der "Gaststätte und Pension Reintal" dürfte in den zwanziger Jahren sehr erfolgreich gewesen sein. Jedenfalls schreibt Georg Frey am 30. Juni 1924 an Herrn Prof. Dr. Siemerling, wohl der bekannte Psychiater und Neurologe, in Kiel: "Sehr geehrter Herr!
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Eine andere Ansicht der "Gaststätte und Pension Raintal mit Alpspitze |
Diese Karte vom 13. 02. 1925 zeigt das Hospiz Reintal in gleicher Ansicht wie auf der Karte von 1916, weiter oben.
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Aber auch für G. Frey ist der Weg ein Problem. Das leidige Thema: Der hohe Weg ist fast nicht mehr passierbar. Tragetiere gehen, Wagen nicht mehr. Als Ursache sieht er den Umstand, dass die anderen Nutzer des Weges ihn nur im Winter für die Holzabfuhr nutzen würden und daher keine Intresse an einer Instandhaltung im Sommer hätten. Er möchte nun die Sache in Fluss bringen und erklärt sich bereit, die ganze Wegstrecke von oberhalb der steilen Stelle gegenüber dem Elektr. Werk Und, ganz modern, schlägt er vor, alle Betroffenen zu einer Aussprache darüber einzuberufen. |
(Quelle: Marktarchiv Garmisch-Partenkirchen) |
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Am 4. September 1925 wendet sich Georg Frey an Gemeinderat Partenkirchen und bittet um Rückerstattung der einbezahlten Kurtaxe, wohl um die 126,60 Mark. Vor allem auch wegen seiner Aufwendungen für den Unterhalt des Hohen Wegs. (Quelle: Marktarchiv Garmisch-Partenkirchen) |
Am 27. September 1925 bricht im 1. Stock der Gaststätte und Pension aus ungeklärter Ursache ein Brand aus. Vermutet wird ein Blitzeinschlag an diesem Gewittermorgen.
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Nach dem Brand: Nur noch die Grundmauern und der Kamin des zweiten Gebäudes stehen noch. |
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(Objektnummer 295 - Marktarchiv Garmisch-Partenkirchen) |
Am 30. September 1925 schreiben die München Neueste Nachrichten: "Brand des Raintalerhofs
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Marmorfund im Reintal Im Jahr 1925 fand man im Reintal, nicht weit vom Reintalerhof entfernt ein Marmorvorkommen, das prächtige Farben zeigte: Helles Weiß, zartes bis kräftiges Rot und grauer, teilweise schwarzer Marmor. (Andreas P. Kaiser; Unterwegs in Werdenfels; BOD 2010, Seite 134) |
Diese Karte wurde 16. August 1926 an den Herrn Ober-Postpraktikanten Krähe in Chemnitz geschickt. Man schreibt: |
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Ein interessantes Dokument: Im Januar 1926 wird dem Schlossgut Elmau, dem Dr. Johannes Müller vom Forstamt gestattet, im Winter mit einem Raupenschlepper das Sträßchen von Klais nach Elmau zu befahren. Ein Präzedenzfall, auf den sich in den nächsten zwanzig Jahren auch die Besitzer des Reintalerhofs beziehen werden. (Quelle: Marktarchiv Garmisch-Partenkirchen) |
Im Februar 1926 schreibt die Kutscher Innung von Garmisch-Partenkirchen an den Gemeinderat von Partenkirchen: Als Hauptstützpunkt für seinen Existenzkampf sieht das Kutschergewerbe die baldige Erbauung der geplanten Reintalstraße. In großer Weitsicht mahnt das Kutschergewerbe schon 1926, dass das Autopublikum nur noch von einem Ort zum anderen rast und für einen Kurort nicht sonderlich nützlich ist. (Quelle: Marktarchiv Garmisch-Partenkirchen) |
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Im März 1926 schreibt man Herrn Frey, dass er vom Staatsministerium für Soziale Fürsorge nur mit einem gewöhnlichen Zuschuss für die Erbauung der Straße in Reintal rechnen kann. (Quelle: Marktarchiv Garmisch-Partenkirchen) |
Der Wiederaufbau des Reintalerhofs begann im April 1926. |
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Doch die Probleme mit dem Weg gehen weiter: (Quelle: Marktarchiv Garmisch-Partenkirchen) |
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Schon zwei Tag später wird im Gemeinderat beschlossen, G. Frey und Martin Leismüller einen Zuschuss von 100 RM zu gewähren. (Quelle: Marktarchiv Garmisch-Partenkirchen) |
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Auf dieser Karte findet sich der Vermerk: "Zur Partnach Klamm und von dort durch das Raintal für Mittagstisch gegangen. den 27. 7. 27" |
Das Alpenhotel Raintaler Hof (vormals Hospiz) wird nun mit Zentralheizung, fließendem Wasser und Bad beworben. |
Am 17. Oktober 1927 trifft im Bezirksamt Garmisch-Partenkirchen ein Telegramm aus München ein. Angekündigt werden für den nächsten Tag um 7.43 Uhr eine Pioniereinheit mit einem Beamten, einem Offizier und sechs Mann. (Quelle: Marktarchiv Garmisch-Partenkirchen) |
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Die Ergebnisse dieser Arbeiten werden am 26. Oktober 1927 beschrieben: Es wurde eine neue Trace (=Trasse) für den Hohen Weg festgelegt. Im Frühjahr 1928 wollen die Pioniere weitere Arbeiten vornehmen. (Quelle: Marktarchiv Garmisch-Partenkirchen) |
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Am 8. November 1927 schreibt dann das Bezirksamt Garmisch an den Gemeinderat Partenkirchen zur Verbesserung der Wege ins Reintal. Nun geht es darum zu klären, ob die interessierenden Kreise in Partenkirchen diese Baumaßnahmen zumindest moralisch unterstützen würden. Das Bezirksamt glaubt auf jeden Fall, dass die Bereitstellung einer fahrbaren Straße ins Reintal von allgemeinem öffentlichen Intresse ist. |
(Quelle: Marktarchiv Garmisch-Partenkirchen) |
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Und tatsächlich beschließt der Gemeinderat Partenkirchen am 21. November 1927, dass ein öffentliches Interesse an der Verbindung ins Reintal besteht, dass die geplante und bessere Webverbindung - wenn sie auch nur ein Notbehelf sein kann - begrüßt wird, und dass (Quelle: Marktarchiv Garmisch-Partenkirchen) |
Nun kommt wieder der Reintalerhof-Besitzer Georg Frey zu Wort. Offenbar hat er sich einen Hanomag Raupenschlepper beschafft und fährt damit auf dem Hohen Weg zwischen Reintalerhof und Partenkirchen. (Quelle: Marktarchiv Garmisch-Partenkirchen) |
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Nur vier Tage später, Gemeinderatsenscheidungen fielen damals wohl deutlich schneller als heute, bekommt Frey die Absage des Gemeinderats. (Quelle: Marktarchiv Garmisch-Partenkirchen) |
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Sofort geht es weiter: (Quelle: Marktarchiv Garmisch-Partenkirchen) |
Am 9. Februar lädt das Bezirksamt den Gemeinderat Partenkirchen zur Besichtigung und Vorführung des Raupenschleppers am 17. Februar 1928 ein. (Quelle: Marktarchiv Garmisch-Partenkirchen) |
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Am 20. Februar 1928 fasst Ingenieur Thiele die Ergebnisse der Besichtigung und Vorführung zusammen.
Und er legt ein Blanko-Genehmigungsformular bei.
(Quelle: Marktarchiv Garmisch-Partenkirchen)
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Die endlose Geschichte um den Raupenschlepper geht am 23. Februar 1928 weiter. Und es werden diverse Verwaltungsvorgänge bei Messungsämtern, beim Finanzamt, etc. angeordnet, um sicherzustellen, dass der Reintalweg ein Gemeindeweg ist. (Quelle: Marktarchiv Garmisch-Partenkirchen) |
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Am 28. Februar 1928 schickt Georg Frey seine Hausburschen zum Gemeinderat Partkirchen und bittet: "An den Gemeinderat Partenkirchen, Der Hausbursche Anselm Wasl bestätigt auf dem Schreiben: "Den Empfang des Projektes bestätigt. Da hat Georg Frey wohl die Nase voll, von dem ganzen Projekt! |
(Quelle: Marktarchiv Garmisch-Partenkirchen) |
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Am 21. März schreibt die Gemeinde Partenkirchen an das Bezirksamt Garmisch und klärt aus ihrer Sicht, was denn nun Gemeindewege seien und was nicht und verweist dazu auf Entscheidungen des Bezirksamtes u. a. aus den Jahren 1894, 1901, 1906, 1907 und 1909.
Man kann wohl davon ausgehen, dass viele Konflikte rund um den "Hohen Weg" auch von Animositäten und "Wir-sind-wir"-Attitüde zwischen Bezirksamt Garmisch und Gemeinde Partenkirchen gespeist wurden. (Quelle: Marktarchiv Garmisch-Partenkirchen) |
Am 13. März 1928 geht ein Ablehnungsbescheid an Herr Frey. (Quelle: Marktarchiv Garmisch-Partenkirchen) |
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Von möglichen Arbeiten der Pioniere, die ja für das Frühjahr 1928 angekündigt waren, ist nun in den Unterlagen nichts mehr zu finden. Dafür gibt es ein Schreiben der Hochtief AG aus München vom 14. September 1928 an das Bezirksamt Garmisch-Partenkirchen.
Am 17. September 1928 leitet das Bezirksamt das Schreiben von Hochtief an die Gemeinderäte von Partenkirchen und Garmisch zur Kenntnis weiter. Man erklärt, dass es um eine Trasse über den Kochelberg gehen soll und dass es sich vorerst nur um Projektierungsarbeiten handelt. Die Angelegenheit eignet sich nach Ansicht des Bezirksamts in keiner Weise zur öffentlichen Diskussion oder für die Presse. (Quelle: Marktarchiv Garmisch-Partenkirchen) |
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Fast identische Karte wie oben, jedoch mit Inschrift "Alpenhotel Raintalerhof 100 m ü. M. b. Garmisch-Partenkirchen Diese Karte wurde am 20. 8. 1928 verschickt. Man schreibt: Frau Forstmeister Ginsberg Sonntag abend 5 Uhr Liebe Eltern! |
Die gleiche Ansicht des Raintaler Hofs, mit der Alpspitze als Kulisse, wie die Karte oben. |
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Auf dieser Karte, die 1928 nach Bad Thal geschickt wird, scheint das Alpenhotel Raintalerhof nach hinten gekippt zu sein und die Fotomontage ist hier doch sehr deutlich zu erkennen. |
Der Reintalerhof um 1928 - Das Alpenhotel vor der Alpspitze. |
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Diese Aufnahme stammt wohl auch aus der Zeit um 1930. Diesmal im späten Winter aufgenommen, man ahnt wohl schon den kommenden Frühling. |
Im Inneren dieses "Alpenhotels Reintaler Hof", bzw. "Rainthaler Hof" gab es neben einem großen Speisesaal und einem Gemeinschaftsraum insgesamt 18 Zimmer mit 32 Betten. |
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Das Alpenhotel Reintaler Hof inmitten der prachtvollen Berglandschaft.
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Der Reintal-Bauer auf einer Postkarte, die 1927 nach Dresden geschickt wurde. |
Fröhliche Ferientage 5. VI. 27. Liebe Martha!
Befinde ich bereits in Garmisch-Partenkirchen.
Von München aus per Zug nach Starnberg. Viele Grüße und Küsse |
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Der Reintal-Bauer, also der Bauernhof bleibt weiterhin ein Postkartenmotiv. Hier eine Karte, die 1929 in Mittwald gestempelt und verschickt wurde. |
Die gleiche Karte, der gleiche Photograph, nur ein hellerer Abzug. Damals waren Postkarten (meist) echte Photographien, die alle einzeln belichtet, entwickelt und geschnitten wurden.
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Lokale Mitteilungen Unser Ferienheim
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Lokale Mitteilungen |
Der Reintalerhof wird nun beschrieben und die Vorzüge für einen Urlaub herausgestellt.
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"Benützt unsere Ferienspareinrichtung! |
Werbung für den Konsumverein Sendling
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Ca. 1930 erscheint ein Führer durch Garmisch, Partenkirchen und das Gebiet der Mittenwaldbahn von Innsbruck bis zu den Königsschlössern, |
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Und wer Bedarf an Dauerwellen, etc. hatte, dem empfahl sich das älteste Spezial- Damen- und Herrenfriseur-Geschäft Rügemer-Seebach in Partenkirchen. |
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Das war durchaus auch ein Tourenziel vom Reintalerhof: Die Zugspitze! |
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Blick von der Terrasse des Reintalerhofs zur Dreitorspitze. Wohl um 1930. (Objektnummer 2216 - Marktarchiv Garmisch-Partenkirchen) |
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Im Februar 1931 schicken politische Freunde aus dem Christlich-Sozialen Volksdienst (CSVD) ihrem Kollegen Emil Hartwig eine Karte mit Genesungswünschen. Auf der Karte abgebildet ist das Ehepaar Stoecker vor der Alpspitze, in der Nähe ihres Rainthal-Hospizes. Die Aufnahme muss vor 1909 gemacht worden sein. Im Hause Mumm, 20. II 31 Die Unterzeichner sind fast alle Reichstagsabgeordnete, die aus der Deutschnationale Volkspartei (DNVP) ausgetreten waren und den CSVD gegründet hatten. Sie hatten den Volksdienst gegründet, weil ihnen das Christlich-Soziale zu kurz kam und sie ihre evangelisch-fundamentalistische Herkunft stärker betonen wollten. Sie sahen sich in der Tradition Adolf Stoeckers und verwendeten wohl deswegen auch diese Postkarte um an ihn zu erinnern. |
| Der Sozialdemokratische Pressedienst berichtet am 12. Februar 1932, unter dem Abschnitt "Gewerkschaftliche Rundschau" auf Seite 14 über den Raintalerhof: | ![]() |
Kinderfreunde Ferien auf dem Reintaler-Hof 1931Die Sozialistische Jugend Falken reist im Sommer 1931 zum Reintalerhof. |
Der Balkon hält |
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Gruppenaufnahme |
Reintaler-Hof (Garmisch-P.) |
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Geduldiges Muli |
Kinder mit Muli |
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Beim Schaukeln |
Frau Neumann in der Küche |
Weihnachten auf dem ReintalerhofÜber Weihnachten gehts zum Ski-Kurs auf den Reintaler Hof. |
Ski-Fahrer |
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Unterwegs |
Ski-Kurs |
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Unterwegs |
Unterwegs |
Kinderfreunde (Kinder von Metallarbeitern) 1932Die Sozialistische Jugend Falken reist auch im Sommer 1932 zum Reintalerhof. |
Kinder von Metallarbeitern auf der Hochalm, |
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Vor dem Reintaler Hof |
Vor der Küche des Reintaler Hofs. |
"SPD. Auch in den bayerischen Bergen gibt es Erholungsstätten, die nach dem wissenschaftlichen Urteil berühmter Hygieniker den Vergleich mit den winterlichen Sonnenkurplätzen der Schweiz sehr wohl aushalten. Dazu zählt in erster Linie der Raintalerhof, das Ferienheim des Deutschen metallarbeiterverbandes, das 2 1/2 Wegstunden oberhalb Garmisch-Partenkirchen an einem sonnenbestrahlten Südhang liegt. Die klare waldwürzige Winterluft macht den Aufenthalt zu einem wahren Gesundheitsborn. Der Freund des Wintersportes hat hier unerschöpfliche Gelegenheit zur Betätigung. Vom 8. Februar bis einschliesslich 15. März werden kostenlos ständige Skikurse für Anfänger und Fortgeschrittene unter Leitung sorgfältig ausgebildeter und geprüfter Skilehrer des Touristenvereins "Die Naturfreunde" durchgeführt.
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Die Zeitschrift "Der Wanderer" berichtet in ihrer Ausgabe vom Februar 1932, Seite 11 über "Ein neues Naturfreundehaus in Garmisch" und verknüpft die Existenz des neuen Hauses auch mit dem Reintalerhof. |
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1932 - Man schickt vom Reintalerhof Grüße an Herrn Dr. Offermann
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Ein Prospekt (Flyer würde man wohl heute dazu sagen) über das Alpenhotel Raintalerhof, wohl um 1930. |
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Ein nettes Ausflugsziel vom Reintalerhof ist unter anderem die Hochalm. |
Der Reintaler Bauer gegen Oberreintal-Schrofen 2523 m, Zundernkamm, Teufelsgrat 2634 m und Hundsstall. |
1932 machen die Eltern von Walter Weygold Weihnachtsferien auf dem Reintalerhof. Die Gäste sonnen sich ...
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... und genießen die Aussicht! |
2016 erscheint im Rowohlt Verlag das Buch von Stefan Aust, Hitlers erster Feind. Der Kampf des Konrad Heiden. In dem folgenden Auszug geht es um einen Besuch Heidens auf dem Reintalerhof: "Im August 1932 traf Heiden den SPD-Politiker Wilhelm Hoegner im Reintaler Hof bei Garmisch. Er schrieb dort an seinem Buch "Geschichte des Nationalsozialismus". Ein Titel, der vor der Machtergreifung 1933 manchen Zeitgenossen etwas verfrüht erscheinen konnte. aus: Copyright (C) 2016 Rowohlt Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg mit freundlicher Genehmigung des Rowohlt Verlages. |
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Am 25. August 1932 stirbt Reinhard Mumm. In Briefen, die für ihre Kinder waren, schreibt Elisabeth Mumm 1933 und 1934 über die letzten Aufenthalte auf dem Reintaler Hof und ihre Sehnsucht nach dem Hof: "Partenkirchen, den 22.1.33 Mit freundlicher Genehmigung durch die Urenkelin von Elisabeth Kähler
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Im Oktober 1932 meldet sich der ehemalige Reintalerhofbesitzer Georg Frey, nun in Oberstdorf, Haus Alpina wieder in Partenkirchen, beim Bürgermeister Döllgast. Am 22. November 1932 wird auf dem Schreiben bei der Gemeinde Partenkirchen vermerkt, dass Frey das Projekt noch nicht vorgelegt habe. Weshalb sich G. Frey immer noch um die Straße kümmert, obwohl er ja schon vor Jahren den Hof verkauft hat, konnte ich bis heute nicht in Erfahrung bringen. (Quelle: Marktarchiv Garmisch-Partenkirchen) |
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